„Die Historie ist eine Kunst,

die auf Kenntnissen beruht und weiter ist sie gar nichts“, bemerkte der Historiker und Schriftsteller Golo Mann 1978 auf dem deutschen Historikertag. Mich hat dieses Zitat immer beeindruckt. Allerdings kann ich mich nur bemühen, dieser Maxime von Golo Mann  nachzueifern.

Mein Name ist Katharina Kellmann. Ich veröffentliche auf dieser Homepage Aufsätze zu historischen Themen und Glossen zu aktuellen Themen.

Der Schwerpunkt liegt auf den historischen Aufsätzen. Mein Ziel ist eine qualifizierte populärwissenschaftliche Darstellung.

Im Vordergrund steht die politische Geschichte. Dabei fasziniert mich das Offene an historischen Prozessen. Wir kennen nur das Ergebnis der „Geschichte“. Ein Beispiel: In der Rückschau scheint die Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg selbstverständlich zu sein. Doch sahen dies auch Zeitgenossen so? Zumindest im Juli 1940 schien Hitler über seinen Gegenspieler Churchill triumphieren zu können. Zum Glück verlief die militärische Entwicklung anders, aber die Möglichkeit eines deutschen Sieges mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, bedeutet nicht, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu leugnen.

In jeder historischen Epoche gibt es Kräfte der Beharrung und der Veränderung. Manchmal erwächst daraus ein Spannungsfeld, das Geschichte zum Feld der Möglichkeiten macht. Diese Dynamik verständlich darzustellen, ohne sich zum Richter aufzuschwingen, ist mein Ziel.

Wenn Sie einen Blick in die Kategorien werfen, werden Sie feststellen, dass der Schwerpunkt auf der deutschen Geschichte seit dem 17. Jahrhundert liegt. Den Siebenjährigen Krieg oder die Revolution von 1848 habe ich unter dem Oberbegriff „Deutsche Geschichte bis 1871“ zusammengefasst. Ich räume ein, hier spielen auch pragmatische Gründe eine Rolle. Sollte der Eindruck entstehen, erst die kleindeutsche Reichsgründung von 1871 verdiente eine eigene Kategorie, so täuscht dies. Aber bis 1871 war Deutschland kein Nationalstaat, so dass die Überschrift „Deutsche Geschichte bis 1871“ gerechtfertigt erscheint. Ferner gibt es Kategorien mit Aufsätzen über das Kaiserreich und den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und das NS- Regime sowie den Zweiten Weltkrieg.

In Glossen und Kurzgeschichten folge ich meiner Neigung, aktuelle Ereignisse ironisch zu kommentieren. Da kann es um die bemühte Traditionspflege einer Verteidigungsministerin gehen, die plötzlich entdeckt, dass in deutschen Kasernen immer noch Landserkitsch aus der Zeit der Wehrmacht in Ehren gehalten wird. Oder um die Folgen der Migrationspolitik für Deutschland. In „Historischen Kurzgeschichten“ lasse ich meiner Fantasie freien Lauf, während ich mich als Historikerin an Fakten halten muss.

„Die Geschichte der Bundesrepublik“ umfasst die Jahre 1949 bis 2005; geplant ist beispielsweise ein Aufsatz über die rot-grüne Koalition. „Internationale Geschichte und Politik“ enthält Aufsätze zu Themen der europäischen und südamerikanischen Geschichte.

Von 1992 bis 1998 studierte ich neben meiner beruflichen Tätigkeit Geschichte mit dem Nebenfach Jura an der Fernuniversität Hagen. Das Studium schloss ich mit dem Magister ab.

2007 wurde ich in Hagen von Professor Peter Brandt mit einer Arbeit über den sozialliberalen Gewerkschafter Anton Erkelenz zum Dr. phil. promoviert.

Von 2007 bis 2011 hatte ich einen unbesoldeten Lehrauftrag am Lehrgebiet Neuere Geschichte inne. Daneben veröffentlichte ich mehrere Aufsätze in Fachzeitschriften und Handbüchern. Im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands bin ich Mitglied.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Katharina Kellmann