Guten Tag,

auf dieser Homepage veröffentliche ich Aufsätze, die sich mit historischen Themen befassen. Geschichte auf wissenschaftlicher Grundlage verständlich zu erzählen, ja vielleicht „Lust“ auf Geschichte zu machen, das ist mein Anliegen.

Oben sehen Sie einen Ausschnitt eines Gemäldes des französischen Malers Eugène Delacroix mit dem Titel: „Die Freiheit führt das Volk“. Es entstand 1830, als in Paris der letzte Bourbone, Karl X., gestürzt wurde.

Die französische „Nationalheilige“, die Marianne, führt dieses Volk wie eine Göttin einer neuen Zeit entgegen. Es handelt sich um eine idealisierte Darstellung revolutionärer Gewalt – die Anführerin verkörpert mit ihrer Jugend, ihrer Natürlichkeit und ihrer Schönheit die revolutionäre Romantik, die Hoffnung auf eine bessere Welt.

Geschichte ist ein offener Prozess, ein Feld der Möglichkeiten, das zum Guten und zum Schlechten genutzt werden kann. Historiker versuchen, anhand von Quellen diese Prozesse zu verstehen und zu erklären. Für sie gibt es keine imaginären Heldinnen wie die Marianne (wer hofft, hier auf Geschlechtergeschichte oder Genderforschung zu stoßen, wird enttäuscht sein). Was einem Künstler wie Delacroix erlaubt ist – seiner Fantasie freien Lauf zu lassen – bleibt einem Historiker versagt.

Zu meiner Person: Ich habe Geschichte mit den Nebenfächern Jura und Soziologie studiert und wurde mit einer Arbeit zum Thema Sozialliberalismus im Kaiserreich und in der Weimarer Republik zum Dr. phil. promoviert. An der Fernuniversität hatte ich von 2007 bis 2011 einen unbesoldeten Lehrauftrag inne. Im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands bin ich Mitglied.

Für die Internetzeitschrift https://www.globkult.de/schreibe ich ebenfalls Artikel.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Dr. Katharina Kellmann