Eine Website für historisch Interessierte

Diese Website wendet sich an Menschen, die sich für Geschichte interessieren. Es ist eine populärwissenschaftliche Website. Was bedeutet das? Steckt nicht schon in dem Wort „Populärwissenschaft“ ein Widerspruch?

„Populärwissenschaft“ – unseriös und oberflächlich?

Seriöse populärwissenschaftliche Texte basieren auf den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung. Die Fachliteratur ist unersetzlich für einen Autor oder eine Autorin, die „populärwissenschaftlich“ schreibt. „Populärwissenschaft“ kann nie die Forschung ersetzen. Aber sie kann unter Umständen eine Brücke sein, die dazu motiviert, zur Fachliteratur zu greifen.

Hier geht es um Themen, die auch in Fachzeitschriften behandelt werden. Ob Friedrich der Große homosexuell war, interessiert mich nicht. Wohl aber die Frage, wie er sich im Siebenjährigen Krieg gegen eine übermächtige Koalition behaupten konnte.

Populärwissenschaftliche Veröffentlichungen kommen jedoch ohne Verkürzungen und Vereinfachungen nicht aus. Sie sind nur gerechtfertigt, um historische Sachverhalte anschaulicher zu gestalten. Die Gefahr besteht, den „Eventcharakter“ von Geschichte zu stark zu betonen, sich in belanglose Anekdoten zu verlieren oder Tatsachen zu ignorieren. Gerade das jedoch darf nicht passieren. Der Bezug zur wissenschaftlichen Literatur muss erkennbar sein. Ob mir das gelungen ist, entscheiden Sie, meine lieben Leser.

Wer vom Rathaus kommt, ist in der Regel schlauer. Gerade für Historiker besteht darin eine Gefahr. Sie wissen, wie der Erste Weltkrieg ausgegangen ist. Aber musste er zwangsläufig mit einer deutschen Niederlage enden? Die Offenheit der historischen Entwicklung zu betonen, ohne sich in spekulativen Alternativen zu verlieren, ist mir wichtig.

Welche Themen erwarten Sie hier?

Auf dieser Website finden Sie Aufsätze über die Revolution von 1848, über das Verhältnis von Linksliberalismus und Arbeiterschaft im Kaiserreich, über die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur im Frühjahr 1933 oder die Entwicklung der SPD zwischen 1959 und 1975.

In der Kategorie „Biografische Porträts“ reicht die Palette von dem Burgunderherzog Karl dem Kühnen (1467 bis 1477) über den dänischen König Christian IV. (1588 bis 1648) bis hin zu Persönlichkeiten aus der deutschen Geschichte.

Die Kategorie „Geschichte der europäischen und außereuropäischen Staaten“ beinhaltet Beiträge über den „New Liberalism“ in England zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die Seeschlacht von Trafalgar 1805 oder über den französischen Sozialisten François Mitterrand, der 1981 die Wahl zum Staatspräsidenten gewinnen konnte und bis 1995 als Staatsoberhaupt amtierte.

Außerdem finden Sie hier eine Kategorie, die sich mit dem Thema Staats- und Verwaltungsrecht beschäftigt. Es geht um Informationen über unsere Verfassungsordnung. Welche Kompetenzen hat der Bundespräsident? Unter welchen Umständen ist eine Änderung des Grundgesetzes möglich? Die Falllösungen sind für Beamtenanwärter des mittleren Dienstes, angehenden Verwaltungsfachwirten und vereinzelt auch für Jurastudenten im ersten Semester geeignet. Im Vordergrund steht die Erstellung eines Gutachtens.

Über mich

Von 1992 bis 1998 habe ich an der Fernuniversität Hagen Geschichte mit den Nebenfächern Jura und Soziologie studiert und den Magisterabschluss erworben. 2007 wurde ich dort mit einer Arbeit über den sozialliberalen Politiker Anton Erkelenz promoviert. Von 2007 bis 2011 hatte ich am Lehrgebiet Neuere Geschichte (Professor Dr. Peter Brandt) einen unbesoldeten Lehrauftrag inne und gab Lehrveranstaltungen für Studienanfänger.

Daneben veröffentlichte ich in Fachzeitschriften und Handbüchern Aufsätze zur Geschichte des deutschen Liberalismus, der Sozialdemokratie, zur deutschen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert und zur Geschichte der Weimarer Republik.

Im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands bin ich Mitglied. Außerdem schreibe ich für die Internetzeitschrift „Globkult“.

Für Anregungen bin ich stets dankbar.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

 

Katharina Kellmann

Das Foto im Header habe ich Wikimedia Commons entnommen.