Geschichte – erzählte Vergangenheit

Meine Name ist Katharina Kellmann. Ich bin promovierte Historikerin.

Auf dieser Website veröffentliche ich Aufsätze über historische Themen.

Mein Ziel ist es, in meinen Veröffentlichungen das Niveau eines gut lesbaren seriösen Sachbuches zu erreichen. Dafür möchte ich Ihnen ein Beispiel nennen.

1964 veröffentlichte Barbara Tuchmann ein Buch über den Beginn des Ersten Weltkrieges unter dem Titel „August 1914“. Die „Zeit“ urteilte in einer Rezension:

„Barbara Tuchman wollte eine Kriegsgeschichte schreiben, für eine Frau ein etwas ungewöhnliches Unterfangen. Aber es ist ihr glänzend gelungen. Nirgendwo sonst sind die ersten vier Kriegswochen bis zur Marneschlacht mit solch umfassender Detailkenntnis und mit solch plastischem Stil beschrieben worden.“

Barbara Tuchmann versteht es, den Leser zu fesseln. Das Buch zählt zur populärwissenschaftlichen Literatur, aber man merkt, dass sie Historikerin ist und unliebsame Fakten nicht dem Erzählfluss opfert. „August 1914“ ist kein Buch für die Freunde der Militaria-Literatur, in denen der Krieg wie in einem einem Action-Film dargestellt wird.

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu popularisieren, ist nicht unproblematisch. Ich muss kürzen und notfalls vereinfachen, ohne den Sinn zu entstellen. Ich versuche Geschichte zu erzählen, ein Ansatz, der in der akademischen Zunft oft auf Kritik stößt. Denn die Gefahr besteht, dass der Text aus Anekdoten besteht, die interessant sind, aber sonst wenig Aussagekraft haben.

Mir geht es darum, auf eine unterhaltsame und spannende Art zu informieren. Auch in einem populärwissenschaftlichem Text muss der historische Bezug deutlich werden. Ein Beispiel: Auf dieser Website finden Sie einen Aufsatz über Karl den Kühnen, der von 1467 bis 1477  Herzog von Burgund war. Es geht um einen Fürsten, der zu den Mächtigsten seiner Zeit gehörte, der sich aber zu hohe Ziele setzte und scheiterte. Diese faszinierende Person steht für mich im Mittelpunkt. Gleichzeitig versuche ich, das Herzogtum Burgund zu beschreiben, ein Staat, der in einem Jahrhundert zur Großmacht aufstieg, aber an einem verlorenen Krieg innerhalb kurter Zeit zugrunde ging.

Geschichte ist heute ein Fach mit einem breiten Spektrum an Themen und Methoden. Mein Ansatz ist die Politische Geschichte. Politische Geschichte befasst sich mit dem Handeln staatlicher Organe und mit Personen, die im Rahmen einer politischen Ordnung Entscheidungen treffen.

Auf dieser Website finden Sie Aufsätze über die Revolution von 1848 in Deutschland, in der der Versuch scheiterte, die deutsche Einheit auf liberal-demokratischer Grundlage zu schaffen; über das Verhältnis von Linksliberalismus und Arbeiterschaft im Kaiserreich und über die alliierte Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944.

Auch die Zeitgeschichte kommt nicht zu kurz: Ein Beitrag befasst sich mit dem Übergang Spaniens von der Diktatur zur Demokratie zwischen 1975 und 1977 oder dem Bruch der sozialliberalen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland im Hochsommer 1982.

Außerdem finden Sie hier eine Kategorie, die sich mit dem Thema Staats- und Verwaltungsrecht beschäftigt. Es geht um Informationen über unsere Verfassungsordnung. Welche Kompetenzen hat der Bundespräsident? Unter welchen Umständen ist eine Änderung des Grundgesetzes möglich? Die Falllösungen sind für Beamtenanwärter des mittleren Dienstes, angehenden Verwaltungsfachwirten und vereinzelt auch für Jurastudenten im ersten Semester geeignet. Im Vordergrund steht die Erstellung eines Gutachtens.

Über mich

Von 1992 bis 1998 habe ich an der Fernuniversität Hagen Geschichte mit den Nebenfächern Jura und Soziologie studiert und den Magisterabschluss erworben. 2007 wurde ich dort mit einer Arbeit über den sozialliberalen Politiker Anton Erkelenz promoviert. Von 2007 bis 2011 hatte ich am Lehrgebiet Neuere Geschichte (Professor Dr. Peter Brandt) einen unbesoldeten Lehrauftrag inne und gab Lehrveranstaltungen für Studienanfänger.

Daneben veröffentlichte ich in Fachzeitschriften und Handbüchern Aufsätze zur Geschichte des deutschen Liberalismus, der Sozialdemokratie, zur deutschen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert und zur Geschichte der Weimarer Republik.

Im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands bin ich Mitglied. Außerdem schreibe ich für die Internetzeitschrift „Globkult“.

Für Anregungen bin ich stets dankbar.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

 

Katharina Kellmann

 

Das Foto im Header habe ich Wikimedia Commons entnommen. Die Aufnahme zeigt einen Ausschnitt aus einem Gemälde von Ludwig von Elliott: Das Frankfurter Paulskirchenparlament debattiert im Juni 1848 (siehe auch: https://katharinakellmann-historikerin.de/das-paulskirchenparlament-von-1848/).