Eine Website für politische Geschichte

Die Themenpalette reicht von biografischen Aufsätzen über den Burgunderherzog Karl den Kühnen (1467-1477) bis hin zu Themen aus der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte wie dem Bruch der sozialliberalen Koalition am 1. Oktober 1982.

Ab Herbst 2021 erscheinen in chronologischer Reihenfolge Beiträge zur Geschichte der Weimarer Republik. Mir geht es darum, die Geschichte der ersten deutschen Demokratie nicht aus der Perspektive des Scheiterns zu beschreiben. In Deutschland entstand 1919 ein moderner liberal-demokratischer Verfassungsstaat mit sozialer Fundierung. Den Anfang macht am 12. Oktober 2021 ein Aufsatz zum Thema „Friedrich Ebert und die Novemberrevolution“. Die Zeitspanne zwischen 1918 und 1933 wird voraussichtlich in mindestens 20 Kapiteln unterteilt werden.

Außerdem gilt mein Interesse der bürgerlichen Demokratie, einer politischen Strömung zwischen den Liberalen und der Arbeiterbewegung.

Debatte in der Frankfurter Pauslkirche

Eine Debatte in der Frankfurter Paulskirche 1848. Am Rednerpult Robert Blum. Gemälde von Ludwig von Elliott aus dem Jahr 1848 (Wikimedia Commons)

Im Bereich Staats- und Verfassungsrecht geht es um Informationen über unsere Verfassungsordnung. Welche Kompetenzen hat der Bundespräsident? Unter welchen Umständen ist eine Änderung des Grundgesetzes möglich? Die Falllösungen sind für Beamtenanwärter des mittleren Dienstes, für angehende Verwaltungsfachwirte und vereinzelt auch für Jurastudenten im ersten Semester geeignet. Im Vordergrund steht die Erstellung eines Gutachtens.

Geschichte –  ein Feld der Möglichkeiten

Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf historischen Themen. Ich habe eine Vorliebe für ereignisgeschichtliche Darstellungen, die die Offenheit geschichtlicher Entwicklungen betonen.

Ein Beispiel: Wir wissen, dass die Monarchie in Deutschland im November 1918 gescheitert ist. Aber 1913, als der letzte deutsche Kaiser sein 25-jähriges Thronjubiläum feierte, gab es in der Bevölkerung keine Mehrheit für die Einführung der Republik. Erst im Laufe des Ersten Weltkriegs begann der Legitimitätsverlust der Monarchie in Deutschland. Eine Geschichte des Kaiserreiches nur aus der Perspektive des Scheiterns zu schreiben ist in meinen Augen problematisch.

Politische Geschichte umfasst aber mehr als „Haupt- und Staatsaktionen“ oder das Leben und Wirken bekannter Persönlichkeiten. Erkenntnisse aus der Sozialgeschichte oder der Mentalitätsgeschichte sind unverzichtbar.

Über mich

Von 1992 bis 1998 habe ich an der Fernuniversität Hagen Geschichte mit den Nebenfächern Jura und Soziologie studiert und den Magisterabschluss erworben. 2007 wurde ich dort mit einer Arbeit über den sozialliberalen Politiker Anton Erkelenz promoviert. Von 2007 bis 2011 hatte ich am Lehrgebiet neuere deutsche und europäische Geschichte einen unbesoldeten Lehrauftrag inne und gab Lehrveranstaltungen für Studienanfänger.

Daneben veröffentlichte ich in Fachzeitschriften und in Handbüchern Aufsätze zur Geschichte des deutschen Liberalismus, der Sozialdemokratie, zur deutschen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert, zur Revolution von 1848 und zur Weimarer Republik. Ich bin Mitglied im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und im Württembergischen Geschichts- und Altertumsverein.

 

Für Anregungen danke ich. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

 

Dr. Katharina Kellmann