Der Beginn der staatlichen Sozialpolitik unter Bismarck

Deutschland gehörte zu den ersten Ländern, die staatliche Schutzgesetze zugunsten der Arbeiter einführten. In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts verabschiedete der Reichstag ein Gesetz über eine Krankenversicherung, eine Unfallversicherung und eine Rentenversicherung für Werktätige. Schon vorher hatte man mit dem „Sozialistengesetz“ versucht, die Arbeiterbewegung mit polizeistaatlichen Mitteln zu bekämpfen. Wie kam es zur staatlichen … weiterlesen

Die liberale Hoffnung des Kaiserreiches?

Friedrich III., auch „99-Tage-Kaiser“ genannt, beschäftigt immer noch die Deutschen. Hätte die Geschichte des Kaiserreiches einen anderen Verlauf genommen, wenn der Hohenzoller in jüngeren Jahren als gesunder Mann auf den Thron gekommen wäre? Schon zu seinen Lebzeiten waren die Meinungen geteilt. Die sozialdemokratische Presse belächelte den Mythos vom liberalen Kronprinzen. In der Bevölkerung war Friedrich … weiterlesen

Nationaliberalismus zwischen 1867 und 1914

1897 veröffentlichte der Maler und Zeichner Thomas Theodor Heine eine Karikatur mit dem Titel „Nationalliberal“. Ein junger Mann hält um die Hand der Tochter des Hauses an. Die Szene spielt im Wohnzimmer einer Familie des gehobenen Bürgertums. Der Heiratskandidat, ein junger Mann in bürgerlicher Kleidung, mag zwar das Herz der jungen Dame erobert haben, aber … weiterlesen

Reichskanzler Caprivi und die Politik des „Neuen Kurses“

1890 endete in Deutschland eine Epoche. Fürst Bismarck, der seit 1862 als preußischer Ministerpräsident und seit 1871 als Reichskanzler die deutsche Politik maßgeblich beeinflusst hatte, trat von seinen Ämtern zurück. Nachfolger wurde ein General: Leo von Caprivi, der bis dahin nur wenig mit Politik zu tun hatte. Wer jetzt glaubt, Wilhelm II. wollte eine Militärherrschaft … weiterlesen