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Russland und die Demokratie

Am 15. März 1917 dankte Zar Nikolaus II. von Russland ab. Keine Herrscher in Europa hatte so viel Macht in seiner Hand vereint. Militärische Niederlagen, ein hungerndes Volk in den Großstädten und auf dem Lande und ein unzufriedenes Bürgertum verlangten seinen Rücktritt. Doch wie sollte es weitergehen? In Petrograd, der Hauptstadt, tagte eine provisorische Regierung, die sich aus Liberalen, Sozialrevolutionären und Sozialdemokraten zusammensetzte. Sie wollte provisorische Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung vorbereiten, den Krieg aber an der Seite der Westmächte gegen Deutschland fortführen.

Dagegen wandten sich die Bolschewisten und Teile der linken Sozialrevolutionäre. Sie strebten einen sofortigen Frieden mit Deutschland und eine schnelle Landreform an. Kaum ein Land in Europa war so frei wie Russland zwischen dem Sturz des Zaren und der Machtübernahme der Bolschewiki unter Lenin im Oktober 1917. Als das Jahr endete, herrschte wieder ein roter Zar über dem Land. Warum scheiterte die Demokratie in Russland?

Die Sozialdemokratie in den zwanziger Jahren

Die Revolution 1918/18 hatte die Erwartungen vieler Sozialdemokraten enttäuscht. Immerhin gab es nun eine liberal-demokratische Präsidialrepublik, die auch der SPD die Chance bot, politische Ziele durchzusetzen. In diesem Beitrag soll es um einen Überblick über jene Partei gehen, die sich am stärksten für die Weimarer Demokratie einsetzte, ihren Untergang aber nicht verhindern konnte.