Staatszielbestimmung Rechtsstaat

Die Bundesrepublik Deutschland ist nach Art. 20 Abs. 3 GG ein Rechtsstaat. Auch hier hat der Parlamentarische Rat die Konsequenzen aus dem diktatorischen NS-Regime gezogen. Rechtsstaat im Sinne unserer Verfassung bedeutet, dass ein formeller und materieller Rechtsstaat angestrebt wird. Anhand eines Beispiels möchte ich die Unterschiede deutlich machen. Ein Beispiel: Der Bundestag beschließt ein Gesetz, … weiterlesen

Der Bundespräsident – ein politisches Amt

Das Foto zeigt den zweiten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Heinrich Lübke (seine Amtszeit dauerte von 1959 bis 1969), beim Besuch eines Museums in Paris. Dass unser Staatsoberhaupt die „zweite Geige“ spielt, zeigt Art. 58 des Grundgesetzes (GG). Nach Art. 58 Satz 1 GG bedürfen Anordnungen und Verfügungen des Bundespräsidenten zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung durch … weiterlesen

Das Sozialstaatsgebot im Grundgesetz

Das Sozialstaatsprinzip ist im Grundgesetz in Art. 20 Abs. 1 GG verankert. Art. 28 Abs. 1 GG spricht vom „sozialen Rechtsstaat“. Das Sozialstaatsgebot gehört zu den Staatszielbestimmungen, die nach Art 79 Abs. 3 GG im Kern nicht angetastet werden dürfen. Was bedeutet Sozialstaat im Sinne des Grundgesetzes? Dieser Beitrag befasst sich mit innerstaatlichem Recht. Wie … weiterlesen

Hitlers „legale Machtergreifung“

      Im Reichsgesetzblatt vom 24. März 1933 erschien ein Gesetz, das aus fünf Artikeln bestand: Das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“, heute unter dem Namen Ermächtigungsgesetz bekannt. In Artikel 1 heißt es, dass Reichsgesetze auch vom Reichskabinett beschlossen werden können. In Artikel 2 wird festgelegt, dass diese Gesetze die … weiterlesen

Immer diese lästigen Untersuchungsausschüsse

In der laufenden Legislaturperiode häufen sich die Untersuchungsausschüsse. Meistens muss sich die Bundesregierung unangenehmen Fragen stellen. Die Bundeskanzlerin bittet den Bundesminister der Justiz, ein verfassungsänderndes Gesetz vorzubereiten, dass die ersatzlose Streichung des Artikels 44 GG (Grundgesetz) vorsieht. Art. 44 GG lautet: (1) Der Bundestag hat das Recht und auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder die … weiterlesen

Frau Lehrerin trägt Minirock

Was hat der Minirock von Frau Lehrerin mit dem Grundgesetz zu tun? Das Grundgesetz – unsere Verfassung – beschäftigt sich nicht nur mit den Verfassungsorganen und ihren Kompetenzen. Der erste Abschnitt unseres Grundgesetzes trägt die Überschrift „Grundrechte“. Grundrechte oder Menschenrechte sind in erster Linie Abwehrrechte gegen den Staat. Aber unsere Verfassung setzt bei den Grundrechten … weiterlesen

Die Staatszielbestimmung Demokratie im Grundgesetz

Die Aufnahme des Fotografen Jürgen Matern zeigt das Gebäude des Deutschen Bundestages. Dort tagt unser Parlament, treten die von uns gewählten Abgeordneten zu ihren Sitzungen zusammen. Das Wort Demokratie steht für ganz unterschiedliche Modelle politischer Herrschaft, die eines gemeinsam haben: Eine Regierung wird von den Regierten legitimiert. Herrschaft in einem demokratischen System vollzieht sich von … weiterlesen

Eine Verfassung für Sachsen-Coburg

Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld war ein kleines Fürstentum in Süddeutschland – es umfasste 562 Quadratkilometer. Am 8. August 1821 erhielt es eine Verfassung. 1826 konnte Sachsen-Coburg das Herzogtum Gotha erwerben, 1415 Quadratkilometer groß. Der Landesherr trug fortan den Titel eines Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha. Die Verfassung von 1821 galt jedoch nur in Sachsen-Coburg. Der Kleinstaat … weiterlesen

Wiedereinführung der Monarchie in einem Bundesland

Im Bundesland Niedersachsen gibt es eine breite politische und gesellschaftliche Mehrheit für die Wiederherstellung der Monarchie. Sie soll etwas Glanz in die als trist empfundene Landespolitik bringen. Das Landesparlament beschließt mit einer verfassungsändernden Mehrheit die Einführung der erblichen Monarchie. Dieser Landesfürst oder eine Landesfürstin sollen einer parlamentarischen Monarchie vorstehen. Es gibt weiterhin regelmäßig alle vier … weiterlesen

Die bayerische Konstitution von 1808

Das Foto eines unbekannten Malers zeigt Maximilian Graf Montgelas (1759 bis 1838). Von 1799 bis 1817 übte der Jurist und Historiker als Minister großen Einfluss auf die bayerische Politik aus. Unter seiner Leitung erhielt 1808 das junge Königreich eine Verfassung.

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