Erich von Manstein – der verhinderte Stratege

Erich von Manstein (1887 bis 1973) gehört zu den wenigen höheren Offizieren des deutschen Heeres, die auch 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges immer noch die Historiker interessieren. 1949 wurde der Generalfeldmarschall in einem der letzten Kriegsverbrecherprozesse des Zweiten Weltkrieges von den Alliierten angeklagt und zu 18 Jahren Zuchthaus verurteilt. 1953 kam er … weiterlesen

Die deutsche Strategie im Frühjahr 1943

Am 21.  März beging das NS-Regime den Heldengedenktag. Anders als in früheren Jahren fand der zentrale Staatsakt in Berlin unter ungünstigen Umständen statt. Zwar war offiziell vom „Endsieg“ die Rede, aber hinter vorgehaltener Hand äußerten sich Militärs kritisch über die Situation an den Fronten. Weltanschauungskrieg oder Machtpolitik – diese Frage führte nach der Niederlage bei … weiterlesen

Die Invasion in der Normandie

Am Mittag des 6. Juni 1944 empfing Hitler in Schloss Klessheim bei Salzburg Staatsbesuch aus Ungarn. Für seine Gäste hatte er eine wichtige Nachricht: Im Laufe der Nacht waren alliierte Einheiten in Frankreich an der Küste der Normandie gelandet. Die Invasion im Westen war von der deutschen Führung seit Monaten erwartet worden. Hitler hielt sie … weiterlesen

Finnland und Deutschland im Zweiten Weltkrieg

Von 1941 bis 1944 nahm Finnland an der Seite Deutschlands am Krieg gegen die Sowjetunion teil. In Helsinki legte man Wert darauf, kein ideologischer Bündnispartner des NS-Regimes zu sein. Finnland war eine Präsidialdemokratie mit einem Mehrparteiensystem und einer unabhängigen Presse. Die Zusammenarbeit mit Deutschland schien die beste Gewähr dafür zu bieten, eigene machtpolitische Interessen durchzusetzen. In Helsinki legte man Wert darauf, kein ideologischer Bündnispartner des NS-Regimes zu sein. Finnland war eine Präsidialdemokratie mit einem Mehrparteiensystem und einer unabhängigen Presse. Die Zusammenarbeit mit Deutschland schien die beste Gewähr dafür zu bieten, eigene machtpolitische Interessen durchzusetzen. In Berlin war man an den Rohstoffvorkommen des Landes, der Kampfkraft der Streitkräfte und der strategisch wichtigen Lage Finnlands interessiert. 1943 mussten die Politiker in Finnland erkennen, dass sie auf die falsche Karte gesetzt hatten. Ein deutscher Sieg über die Sowjetunion wurde immer unwahrscheinlicher. Nach Stalingrad suchte Helsinki deshalb Kontakte zu den Westmächten. Im Sommer 1944 kam es zu einem Sonderfrieden mit Moskau.

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