Die liberale Hoffnung des Kaiserreiches?

Friedrich III., auch „99-Tage-Kaiser“ genannt, beschäftigt immer noch die Deutschen. Hätte die Geschichte des Kaiserreiches einen anderen Verlauf genommen, wenn der Hohenzoller in jüngeren Jahren als gesunder Mann auf den Thron gekommen wäre? Schon zu seinen Lebzeiten waren die Meinungen geteilt. Die sozialdemokratische Presse belächelte den Mythos vom liberalen Kronprinzen. In der Bevölkerung war Friedrich … weiterlesen

Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert und die Revolution 1918/19

Friedrich Ebert leitete ab dem 9. November 1918 eine Übergangsregierung in Deutschland. In den ersten Tagen des Novembers 1918 brach die monarchische Ordnung zusammen. Arbeiter- und Soldatenräte bildeten sich in vielen Städten. Am 7. November 1918 wurde der bayerische König als erster Monarch eines Bundesstaates seines Amtes enthoben. In den nächsten Tagen dankten auch alle … weiterlesen

Anton Erkelenz – ein liberaler Arbeiterpolitiker

Liberalismus und Arbeiterbewegung sind zwei Begriffe, die zumindest heute in der Öffentlichkeit nicht mehr miteinander in Verbindung gebracht werden. Der organisierte Liberalismus gilt als Vertretung freier Berufe und wirtschaftlicher Eliten. Doch im 19. Jahrhundert gab es Ansätze zu einer liberalen Arbeiterpolitik. Es waren Männer und Frauen, die „zwischen Baum und Borke“ steckten und in beiden Lagern … weiterlesen

Johann Jacoby: Demokrat und Republikaner

Das Grundgesetz, unsere Verfassung, nennt fünf klassische Staatszielbestimmungen. Nach Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetzes (GG) muss die verfassungsmäßige Ordnung republikanisch, demokratisch, sozial und bundesstaatlich sein. Nach Artikel 20 Absatz 3 GG kommt noch der Rechtsstaat hinzu. Republik, Demokratie, Föderalismus, Rechtsstaat und Sozialstaat, das waren Ziele, für die sich Johann Jacoby im 19. Jahrhundert einsetzte. … weiterlesen

Gustav III. von Schweden – ein Monarch der Widersprüche

Gustav III. (1746 bis 1792) bestieg 1771 den Thron des Königreiches Schweden. Er schätzte das Theater, förderte die Wissenschaften, lehnte die Todesstrafe ab und versuchte, sein Land im Sinne eines aufgeklärten Absolutismus zu reformieren. Doch er war nicht nur ein Liebhaber der schönen Künste, sondern auch erste schwedische König seit Karl XII. (1697 bis 1718), … weiterlesen

Peter Glotz – ein „Godesberger“ Sozialdemokrat

Peter Glotz (1939-2005) wurde zu seinen Lebzeiten oft als Vordenker der SPD bezeichnet. Diese Bezeichnung lehnte er ab; in seinen lesenswerten Erinnerungen spricht er davon, „Funktionär“ gewesen zu sein. Glotz gehörte zu den Politikern, die sich oft in den Medien über den Zustand der SPD äußerten. Er veröffentlichte Tagebücher, in denen er seine Arbeit als … weiterlesen

Karl der Kühne – der letzte große Herzog von Burgund

Karl der Kühne (1433 bis 1477) war der letzte der „großen Herzöge von Burgund“. So bezeichnete der französische Historiker Joseph Calmette die vier Herzöge aus dem Hause Valois, die das Herzogtum zwischen 1363 und 1477 regierten. 1473 hatte Karl den Gipfel seiner Macht erreicht und stand kurz vor der Erhebung zum König durch Kaiser Friedrich … weiterlesen

Alfred Jodl – Hitlers Kriegstechniker

General Alfred Jodl, von 1939 bis 1945 Chef des Wehrmachtführungsstabes, war Hitlers engster militärischer Berater. Historiker mieden lange Zeit die Beschäftigung mit einem Offizier, der 1946 unter zweifelhaften Umständen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden war. Erst 1991 legte der Berliner Historiker Bodo Scheurig die erste und bis heute beste Biografie über den General vor. … weiterlesen

Christian IV. von Dänemark

Er wollte Dänemark wieder zur führenden Macht in Nordeuropa machen, doch er scheiterte. Als er starb, hatte sein Land seine Vormachtposition an Schweden verloren und zählte fortan zu den zweitrangigen Mächten in Europa. Trotzdem ist Christian IV. heute in Dänemark immer noch populär. Als Bauherr hinterließ er Spuren, als Soldat bewies er Tapferkeit und wenn fröhlich gebechert wurde, ließ er keine Kanne leer zurückgehen. Ein Aufsatz über einen Herrscher, der nicht ohne Talente war, aber das „Pech“ hatte, auf überlegene Gegner zu treffen.

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