Anton Erkelenz – ein unbequemer Liberaler zwischen 1900 und 1930

Viele Politiker nehmen für sich in Anspruch, unbequem zu sein. Anton Erkelenz (1878 bis 1945) war ein liberaler Gewerkschafter und Parteipolitiker. Die Jahre 1918 bis 1930 bildeten den Höhepunkt seiner politischen Laufbahn. In der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) nahm er wichtige Positionen ein. 1930 trat er zur SPD über, weil er glaubte, dass die … weiterlesen

Wege zum Ruhm – Anmerkungen zu einem Filmklassiker

  1957 drehte Stanley Kubrick mit Kirk Douglas in der Hauptrolle den Film Paths of Glory (Wege zum Ruhm). Die Dreharbeiten fanden in Süddeutschland statt. Der Film thematisiert Vorgesetztenwillkür, eine menschenverachtende Führung durch skrupellose Vorgesetzte und die Realität des Grabenkrieges zwischen 1914 und 1918. Er hätte auch in den deutschen Streitkräften spielen können. Manchmal sagt … weiterlesen

Deutsch-Englische Flottengespräche 1912

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg kam es zwischen England und Deutschland zu Gesprächen über die Flottenrüstung. Auf deutscher Seite gehörte Reichskanzler Theobald von Bethmann-Hollweg zu den Befürwortern einer deutsch-englischen Annäherung (siehe Bild). Vom 8. Februar 1912 bis zum 11. Februar 1912 besuchte der englische Kriegsminister Viscount Haldane Berlin. Er sprach fließend Deutsch, hatte in Göttingen … weiterlesen

Die Zabern-Affäre 1913: Ein Leutnant beschäftigt den Reichstag

Das Foto stammt nicht aus dem Ersten Weltkrieg, sondern aus dem Jahr 1913: Deutsche Soldaten patrouillieren in einer deutschen Garnisonsstadt. 1913 kam es im elsässischen Zabern zu einem Zwischenfall, der im Reichstag eine erregte Debatte auslöste. Zum ersten Mal machte das Parlament von seiner Möglichkeit Gebrauch, die Politik des Reichskanzlers zu missbilligen. Sechs Tage Stubenarrest … weiterlesen

Der Beginn der staatlichen Sozialpolitik unter Bismarck

  Schutzgesetze zugunsten der Arbeiter einführten. In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts verabschiedete der Reichstag Gesetze über eine Krankenversicherung, eine Unfallversicherung und eine Rentenversicherung für Werktätige. Gleichzeitig versuchte man mit dem „Sozialistengesetz“ , die Arbeiterbewegung mit polizeistaatlichen Mitteln zu bekämpfen. Wie kam es zur staatlichen Sozialpolitik und welche Auswirkungen hatte sie? De Arbeiterschaft – … weiterlesen

Kein zweiter Bismarck

Sein Spitzname lautete der „Aal“. Die Rede ist von Bernhard von Bülöw, von 1897 bis 1900 Staatssekretär des Äußeren und von 1900 bis 1909 Reichskanzler des Deutschen Reiches. Nur wenige Zeitgenossen wissen Positives über ihn zu berichten; die meisten Historiker bewerten seine Amtszeit negativ. „Bülow war Höfling, er wollte etwas werden“, charakterisiert ihn der Historiker … weiterlesen

Die liberale Hoffnung des Kaiserreiches?

Friedrich III., „99-Tage-Kaiser“ genannt, beschäftigt immer noch die Historiker. Hätte die Geschichte des Kaiserreiches einen anderen Verlauf genommen, wenn der Hohenzoller in jüngeren Jahren als gesunder Mann auf den Thron gekommen wäre? Schon zu seinen Lebzeiten waren die Meinungen geteilt. Die sozialdemokratische Presse belächelte den Mythos vom liberalen Kronprinzen. Friedrich war beliebt; er galt als … weiterlesen

1914: Kein Wunder an der Marne

Manche sprachen nach dem Krieg vom „Wunder an der Marne“. Doch ein Wunder entschied nicht über den Ausgang der Schlacht. Frankreich plante die Eroberung der 1871 an Deutschland verlorenen Gebiete, während Deutschland seine strategisch ungünstige Lage in einem Mehrfrontenkrieg durch einen schnellen Erfolg im Westen ausgleichen wollte. Doch gab es für die deutsche Seite überhaupt … weiterlesen

Nationaliberalismus zwischen 1867 und 1914

1897 veröffentlichte der Maler und Zeichner Thomas Theodor Heine eine Karikatur mit dem Titel „Nationalliberal“. Ein junger Mann hält um die Hand der Tochter des Hauses an. Die Szene spielt im Wohnzimmer einer Familie des gehobenen Bürgertums. Der Heiratskandidat, ein junger Mann in bürgerlicher Kleidung, mag zwar das Herz der jungen Dame erobert haben, aber … weiterlesen

„Die Kosaken kommen“

Krieg in Ostpreußen: Zwei russische Armeen besetzten deutsches Gebiet. Für das deutsche Oberkommando war die Provinz im Osten zu Beginn des Krieges nur ein Nebenkriegsschauplatz. Eine deutsche Armee sollte so lange hinhaltenden Widerstand leisten, bis im Westen nach ungefähr sechs Wochen die Entscheidung in Frankreich gefallen wäre. Dann hätte man deutsche Truppen nach Ostpreußen verlegt, … weiterlesen