Wolfgang Graf Berghe von Trips – ein Botschafter der jungen Bundesrepublik

Mich interessiert die Formel 1 kaum noch. Mich langweilen Fernsehübertragungen, die schon mehrere Stunden vor dem Rennen beginnen. Da sieht man blondierte Praktikantinnen eines Kölner Privatsenders, die vor einem Auto posieren. Ein Moderator eilt zwischen den Wagen herum und entdeckt Leo Sayer, einen bekannten Popsänger aus vergangenen Zeiten (feiert der da sein Comeback?) oder der … weiterlesen

Zwischen Adenauer und APO

Audrey Hepburn hat es zu Beginn der sechziger Jahre berühmt gemacht: das Etuikleid. Es ist gerade geschnitten, in Hüfte und Taille etwas enger, hat keine Ärmel oder nur kurze und schließt meistens mit dem Knie ab. Das Etuikleid ist schlicht, strahlt eine kühle Eleganz aus und galt in den frühen sechziger Jahren als stilbildend. Damit … weiterlesen

Die „wilden Siebziger“ in der SPD

Das Foto zeigt Willy Brandt auf dem Parteitag in Hannover 1973. Die Partei schien an einem Scheideweg zu stehen. Plötzlich war wieder die Rede von Sozialismus. Die Verstaatlichung der Banken und eine stärkere Investitionslenkung wurden gefordert. Die sozialliberale Bundesregierung steuerte dagegen auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik einen eher konservativen Kurs. Die Flügelkämpfe in der ältesten … weiterlesen

Fritz J. Raddatz – Tagebücher 1982 bis 2001

Das Foto liefert den Beweis: Raddatz war kein Literat, der in nachlässiger Kleidung seine Intellektualität unterstreichen musste. Er war ein Herr, ein Solitär im westdeutschen Kulturbetrieb. Aber auch ein Solitär sehnt sich nach Anerkennung und im Tagebuch gibt es immer wieder Stellen, in denen er sich über fehlende Resonanz beklagt. Gleichzeitig macht er sich über … weiterlesen

Peter Glotz – ein „Godesberger“ Sozialdemokrat

Peter Glotz (1939-2005) wurde zu seinen Lebzeiten oft als Vordenker der SPD bezeichnet. Diese Bezeichnung lehnte er ab; in seinen lesenswerten Erinnerungen spricht er davon, „Funktionär“ gewesen zu sein. Glotz gehörte zu den Politikern, die sich oft in den Medien über den Zustand der SPD äußerten. Er veröffentlichte Tagebücher, in denen er seine Arbeit als … weiterlesen

Die „Freiburger Thesen“ der FDP

Das Foto zeigt die Spitze der FDP auf ihrem Bundesparteitag 1976. Zu diesem Zeitpunkt hatte die „linke Konjunktur“ in der Partei ihren Höhepunkt bereits überschritten.

1971 hatten  die Liberalen die „Freiburger Thesen“, ein sozialliberales Reformprogramm verabschiedet. Mit den „Freiburger Thesen“ sollte die Neuorientierung programmatisch verankert werden. Liberale Politik sollte sich nicht nicht nur auf das Bürgertum beschränken, sondern auch für Arbeiter und Angestellte attraktiv werden.  Wie kam es zu den „Freiburger Thesen“?

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