Karl der Kühne – der letzte große Herzog von Burgund

Karl der Kühne (1433 bis 1477) war der letzte der „großen Herzöge von Burgund“. So bezeichnete der französische Historiker Joseph Calmette die vier Herzöge aus dem Hause Valois, die das Herzogtum zwischen 1363 und 1477 regierten. 1473 hatte Karl den Gipfel seiner Macht erreicht und stand kurz vor der Erhebung zum König durch Kaiser Friedrich … weiterlesen

Die deutsche Strategie im Frühjahr 1943

Am 21. März 1943 beging das NS-Regime den Heldengedenktag. Anders als in früheren Jahren fand der zentrale Staatsakt in Berlin unter ungünstigen Umständen statt. Zwar war offiziell vom „Endsieg“ die Rede, aber hinter vorgehaltener Hand äußerten sich Militärs kritisch über die Situation an den Fronten. Weltanschauungskrieg oder Machtpolitik – diese Frage führte nach der Niederlage … weiterlesen

Eine Verfassung für Sachsen-Coburg

Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld war ein kleines Fürstentum in Süddeutschland – es umfasste 562 Quadratkilometer. Am 8. August 1821 erhielt es eine Verfassung. 1826 konnte Sachsen-Coburg das Herzogtum Gotha erwerben, 1415 Quadratkilometer groß. Der Landesherr trug fortan den Titel eines Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha. Die Verfassung von 1821 galt jedoch nur in Sachsen-Coburg. Der Kleinstaat … weiterlesen

Wiedereinführung der Monarchie in einem Bundesland

Im Bundesland Niedersachsen gibt es eine breite politische und gesellschaftliche Mehrheit für die Wiederherstellung der Monarchie. Sie soll etwas Glanz in die als trist empfundene Landespolitik bringen. Das Landesparlament beschließt mit einer verfassungsändernden Mehrheit die Einführung der erblichen Monarchie. Dieser Landesfürst oder eine Landesfürstin sollen einer parlamentarischen Monarchie vorstehen. Es gibt weiterhin regelmäßig alle vier … weiterlesen

Alfred Jodl – Hitlers Kriegstechniker

Das Foto zeigt den bittersten Moment in der militärischen Laufbahn des Generalobersten Alfred Jodl. Am achten Mai 1945 musste der General im alliierten Hauptquartier in Reims in Frankreich die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterschreiben. General Alfred Jodl, von 1939 bis 1945 Chef des Wehrmachtführungsstabes, war Hitlers engster militärischer Berater. Historiker mieden lange Zeit die Auseinandersetzung … weiterlesen

Trump oder Demokratie kann schmerzhaft und lehreich sein

Nun ist er also im Amt: Donald Trump sitzt im Weißen Haus. Noch letzte Woche wollten viele es nicht wahrhaben. Einige schienen auf ein Wunder zu hoffen oder auf die gute Fee, die ihren Zauberstab benutzt, um das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen wegzuzaubern. Nein, sie ist nicht gekommen, denn Feen gibt es nur im Märchen. In … weiterlesen

Liberale Demokraten für die Republik

Das Foto zeigt ein Wahlplakat der Deutschen Demokratischen Partei aus dem Jahr 1929. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Partei bereits im Niedergang. Doch bei der Gründung im November 1918 herrschte Aufbruchsstimmung. Der Übergang zur Republik und die scheinbare Gefahr einer rätesozialistischen Herrschaft im November und Dezember 1918 bewogen einige überzeugte Linksliberale, eine liberal-demokratische Partei … weiterlesen

Die Invasion in der Normandie

Am Mittag des 6. Juni 1944 empfing Hitler in Schloss Klessheim bei Salzburg Staatsbesuch aus Ungarn. Für seine Gäste hatte er eine wichtige Nachricht: Im Laufe der Nacht waren alliierte Einheiten in Frankreich an der Küste der Normandie gelandet. Die Invasion im Westen war von der deutschen Führung seit Monaten erwartet worden. Hitler hielt sie … weiterlesen

Dänemarks letzter Krieg

Dänemarks letzter Krieg fand 1864 statt. Preußische und österreichische Truppen besetzten dänisches Staatsgebiet. Am 18. April stürmte eine preußische Armee die Düppeler Schanzen, eine wichtige Verteidigungsstellung der Dänen. Am 9. Mai 1864 kam es zwischen österreichischen, preußischen und dänischen Seestreitkräften zum Seegefecht vor Helgoland. Diese Daten kam man in vielen Schulbüchern nachlesen. Doch nur wenig bekannt ist, dass der dänische König im Juni 1864 die Anregung machte, Dänemark solle Teil des Deutschen Bundes werden. Ein Aufsatz über einen Krieg, der in Deutschland fast vergessen ist, aber in Dänemark heute noch als nationales Trauma gilt.

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Die Zweite Marokkokrise

Die Zweite Marokkokrise begann am 1. Juli 1911. Vor dem marokkanischen Hafen Agadir tauchte ein deutsches Kanonenboot, der „Panther“ (siehe Foto), auf. Die Entsendung des Kriegsschiffes löste eine internationale Krise aus, deren Verlauf deutlich machte, wie isoliert das Kaiserreich in Europa war. Was ein diplomatischer Befreiungsschlag werden sollte, endete in einem außenpolitischen Katzenjammer.

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