Die deutsche Strategie im Frühjahr 1943

Am 21. März 1943 beging das NS-Regime den Heldengedenktag. Anders als in früheren Jahren fand der zentrale Staatsakt in Berlin unter ungünstigen Umständen statt. Zwar war offiziell vom „Endsieg“ die Rede, aber hinter vorgehaltener Hand äußerten sich Militärs kritisch über die Situation an den Fronten. Weltanschauungskrieg oder Machtpolitik – diese Frage führte nach der Niederlage … weiterlesen

Eine Verfassung für Sachsen-Coburg

Das Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld war ein kleines Fürstentum in Süddeutschland – es umfasste 562 Quadratkilometer. Am 8. August 1821 erhielt es eine Verfassung. 1826 konnte Sachsen-Coburg das Herzogtum Gotha erwerben, 1415 Quadratkilometer groß. Der Landesherr trug fortan den Titel eines Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha. Die Verfassung von 1821 galt jedoch nur in Sachsen-Coburg. Der Kleinstaat … weiterlesen

Wiedereinführung der Monarchie in einem Bundesland

Im Bundesland Niedersachsen gibt es eine breite politische und gesellschaftliche Mehrheit für die Wiederherstellung der Monarchie. Sie soll etwas Glanz in die als trist empfundene Landespolitik bringen. Das Landesparlament beschließt mit einer verfassungsändernden Mehrheit die Einführung der erblichen Monarchie. Dieser Landesfürst oder eine Landesfürstin sollen einer parlamentarischen Monarchie vorstehen. Es gibt weiterhin regelmäßig alle vier … weiterlesen

Liberale Demokraten für die Republik

Das Foto zeigt ein Wahlplakat der Deutschen Demokratischen Partei aus dem Jahr 1929. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Partei bereits im Niedergang. Doch bei der Gründung im November 1918 herrschte Aufbruchsstimmung. Der Übergang zur Republik und die scheinbare Gefahr einer rätesozialistischen Herrschaft im November und Dezember 1918 bewogen einige überzeugte Linksliberale, eine liberal-demokratische Partei … weiterlesen

Die Invasion in der Normandie

Am Mittag des 6. Juni 1944 empfing Hitler in Schloss Klessheim bei Salzburg Staatsbesuch aus Ungarn. Für seine Gäste hatte er eine wichtige Nachricht: Im Laufe der Nacht waren alliierte Einheiten in Frankreich an der Küste der Normandie gelandet. Die Invasion im Westen war von der deutschen Führung seit Monaten erwartet worden. Hitler hielt sie … weiterlesen

Dänemarks letzter Krieg

Dänemarks letzter Krieg fand 1864 statt. Preußische und österreichische Truppen besetzten dänisches Staatsgebiet. Am 18. April stürmte eine preußische Armee die Düppeler Schanzen, eine wichtige Verteidigungsstellung der Dänen. Am 9. Mai 1864 kam es zwischen österreichischen, preußischen und dänischen Seestreitkräften zum Seegefecht vor Helgoland. Diese Daten kam man in vielen Schulbüchern nachlesen. Doch nur wenig bekannt ist, dass der dänische König im Juni 1864 die Anregung machte, Dänemark solle Teil des Deutschen Bundes werden. Ein Aufsatz über einen Krieg, der in Deutschland fast vergessen ist, aber in Dänemark heute noch als nationales Trauma gilt.

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Die Zweite Marokkokrise

Die Zweite Marokkokrise begann am 1. Juli 1911. Vor dem marokkanischen Hafen Agadir tauchte ein deutsches Kanonenboot, der „Panther“ (siehe Foto), auf. Die Entsendung des Kriegsschiffes löste eine internationale Krise aus, deren Verlauf deutlich machte, wie isoliert das Kaiserreich in Europa war. Was ein diplomatischer Befreiungsschlag werden sollte, endete in einem außenpolitischen Katzenjammer.

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Die bayerische Konstitution von 1808

Das Foto eines unbekannten Malers zeigt Maximilian Graf Montgelas (1759 bis 1838). Von 1799 bis 1817 übte der Jurist und Historiker als Minister großen Einfluss auf die bayerische Politik aus. Unter seiner Leitung erhielt 1808 das junge Königreich eine Verfassung.

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Christian IV. von Dänemark

So sah er sich am liebsten: In der Pose des mächtigen Kriegsherrn. Trotz einer schweren Verwundung am Auge gab er nicht auf: Christian IV. von Dänemark (1588 bis 1648) wollte sein Land  wieder zur führenden Macht in Nordeuropa machen. Doch er scheiterte. Als er starb, hatte sein Land seine Vormachtposition an Schweden verloren und zählte fortan zu den zweitrangigen Mächten in Europa. Trotzdem ist Christian IV. heute in Dänemark immer noch populär. Als Bauherr hinterließ er Spuren, als Soldat bewies er Tapferkeit und wenn fröhlich gebechert wurde, ließ er keine Kanne leer zurückgehen. Ein Aufsatz über einen Herrscher, der nicht ohne Talente war, aber das „Pech“ hatte, auf überlegene Gegner zu treffen.

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Die „Freiburger Thesen“ der FDP

Das Foto zeigt die Spitze der FDP auf ihrem Bundesparteitag 1976. Zu diesem Zeitpunkt hatte die „linke Konjunktur“ in der Partei ihren Höhepunkt bereits überschritten.

1971 hatten  die Liberalen die „Freiburger Thesen“, ein sozialliberales Reformprogramm verabschiedet. Mit den „Freiburger Thesen“ sollte die Neuorientierung programmatisch verankert werden. Liberale Politik sollte sich nicht nicht nur auf das Bürgertum beschränken, sondern auch für Arbeiter und Angestellte attraktiv werden.  Wie kam es zu den „Freiburger Thesen“?

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