Rudolf von Scheliha – ein Diplomat im Widerstand

Der Diplomat Rudolf von Scheliha wurde 1942 wegen angeblichen Landesverrats in Berlin hingerichtet. Doch Scheliha war kein Landesverräter, sondern ein Mann, der auf seine Weise gegen die nationalsozialistische Diktatur kämpfte. Erst 1995 rehabilitierte ihn das Auswärtige Amt in Berlin.

Noch heute tut sich die Bundesrepublik mit dem Widerstand gegen Hitler schwer. Fast ritualmäßig wird der Attentäter des 20. Juli 1944 gedacht, während gleichzeitig Teile der Geschichtswissenschaft mit fragwürdigen Motiven den konservativen Widerstand gegen das NS-Regime in Zweifel ziehen. Ja, viele dieser Männer hatten zuerst an die NS-Diktatur geglaubt, dann aber umso konsequenter unter Einsatz ihres Lebens gegen die braune Tyrannis gekämpft.

Warum tun wir uns so schwer mit dem Widerstand gegen das NS-Regime? Erinnern uns diese Frauen und Männer daran, was es heißt, sein Leben für die Freiheit zu riskieren?

Machen wir uns nichts vor: Opportunismus, Feigheit und der Wunsch, einfach nur zu überleben, hätten das Verhalten der meisten von uns geleitet. Niemand kann heute sagen, ob er so mutig gewesen wäre, sich am Widerstand zu beteiligen.

Der Beitrag soll an einen Mann erinnern, der zuerst von einem Unrechtsregime ermordet worden ist und dessen Name nach dem Krieg in Deutschland durch den Schmutz gezogen wurde.

In dem Aufsatz steht die Widerstandstätigkeit im Vordergrund.